Selbstverständnis und Methode

Der Maßstab liegt offen. Miss uns daran.

Ein Institut, das Prüfung verlangt, muss die eigene Methode zuerst hinlegen. Hier steht, wie gearbeitet wird und was als Beleg zählt.

Vier Regeln

  1. Kein Titel berechtigt.

    Weder unsere noch die der Zitierten. Ein Nobelpreis macht eine Aussage nicht wahr — er macht sie prüfenswert. Geprüft wird an der Quelle.

  2. Jede Zahl geht auf eine benannte Primärquelle zurück.

    Mit Datum der letzten Prüfung. Wo eine Rate genannt wird, stehen Stichprobe und Versuchsaufbau dabei. Wo eine Quelle einen Vorbehalt macht, steht der Vorbehalt mit.

  3. Der Gegenbefund wird mitveröffentlicht.

    Was geprüft und verworfen wurde, steht sichtbar dabei. Eine Sammlung, die nur Bestätigungen zeigt, ist keine Prüfung.

  4. Korrekturen werden mit Datum ausgewiesen.

    Nichts verschwindet still. Wer einen Fehler findet, wird genannt. Die Adresse steht offen →

Was dieses Institut nicht tut

Keine Vorhersagen als Tatsachen. Welches Szenario eintritt, weiß niemand. Was dokumentiert ist, wird als dokumentiert bezeichnet. Was Folgerung ist, als Folgerung.

Keine Produktempfehlungen. Resilienz ist keine Einkaufsliste. Wir benennen die schwache Stelle, nicht ein Produkt.

Keine Perspektive der Maschine. Wer einen Computer herunterfährt, bedroht ihn nicht. Fachsprache, die das System zum Opfer macht, wird nicht übernommen.

Keine Dramatisierung über den Befund hinaus. Die Schärfe kommt aus der Sache, nicht aus dem Adjektiv.

Die Beweislast, ausdrücklich

Wo eine Entwicklung messbar in eine Richtung läuft, trägt die Beweislast, wer behauptet, sie flache von selbst ab. „Irgendwann reißt die Kurve“ bleibt ein Glaubenssatz, solange niemand sagt, woran man das Reißen erkennt.

Genfer Institut für ASI-Resilienz · Genf · Impressum · contact@ASIresilience.org